46. Treffen Junger Bergsteiger vom 04.05. bis 08.05.2016

JDAV Sachsen Eine Veranstaltung der JDAV Sachsen mit Unterstützung des Vereins “Freunde und
Förderer des Treffens Junger Bergsteiger e.V.”

Infos/Neuigkeiten:


Hattet ihr auch jede Menge Spaß? Wir danken Euch allen für ein gelungenes Wochenende und hoffen ihr seid alle wieder gut daheim angekommen!


Gruppenfoto 2016

Plakat 2016

45. Treffen Junger Bergsteiger – Jubiläum gekrönt von Sonnenschein.

Die Sonne hat es in diesem Jahr endlich mal wieder gut gemeint, vier Tage Sonnenschein hatten wir lange nicht. Doch fangen wir von vorn an. Die Anmeldung öffnete am 1.Februar und bereits nach zweieinhalb Stunden waren alle Plätze vergeben! Wir sind begeistert über den Zuspruch, den wir damit erfahren! Leider sind die Plätze jedes Jahr auf 140 Teilnehmer begrenzt. Allen die es dieses Jahr nicht geschafft haben drücken wir für das kommende Klettertreffen die Daumen!

Am Mittwochabend vor Himmelfahrt war es endlich soweit, nach Wochen und Monaten der Vorbereitung trafen sich 275 Teilnehmer, Betreuer und Kampfrichter auf der Burg Hohnstein. Mit dabei war auch das MDR BIWAK-Team, welches uns die nächsten Tage begleiten sollte. 20:00 Uhr versammelten sich alle Teilnehmer zur offiziellen Eröffnung im Burggarten und im Anschluss wurden schon die ersten Stationen für den Donnerstag auf der Burg aufgebaut. Nach vier Jahren mit zwei Klettertagen hatte sich das Org.-büro dazu entschieden, die technischen Stationen mal wieder auf der Burg zu absolvieren. Das Miteinander stand dabei ganz klar im Vordergrund und jeder konnte so bei den Stationen der anderen Altersklassen über die Schultern schauen.

Der Donnerstag begann mit leichtem Nieselregen, kühlen Temperaturen und einem bitterkalten Wind. Die Sonne musste erst noch überredet werden, ließ sich auch nicht lang betteln und beglückte uns ab Mittag für den Rest des langen Wochenendes. Ab 7:00 Uhr gab es Frühstück und gegen 9:00 Uhr begannen die Stationen. Die Altersklassen 1 bis 4 mussten ihre Kenntnisse in den Stationen Halten eines Sturzes, Selbstrettung, Schlingen und Knoten und Standplatzbau beweisen. Die stellenweise recht hohen Anforderungen, bei denen selbst die Erwachsenen noch Sachen lernten, absolvierten alle mit Bravour. An den wenigen Stellen, an denen es hakte, halfen die Kampfrichter und erklärten mit Geduld wie die Situation richtig zu meistern wäre. Die Wissensvermittlung steht klar im Vordergrund, mit dem Ziel, dass die Teilnehmer zukünftig sicher in den Bergen der Welt unterwegs sein können und in Notsituationen wissen was zu tun ist. Die „Großen“ aus der Altersklasse 5 zeigten ein erfreulich hohes Niveau im mgang mit der Bergung eines Verletzten aus der freien Wand und der Ersten Hilfe, bei der es galt eine leblose Person zu reanimieren sowie am Unfall beteiligte Personen zu beruhigen. Schlingen und Knoten mussten auch von der Altersklasse 5 gelegt werden. Gerade für die „nicht-sächsischen“ Mannschaften die ideale Gelegenheit ihr Können von den Kampfrichtern bewerten zu lassen, um den für sie nicht alltäglichen Umgang mit Schlingen zu vertiefen. Es folgte noch die typisch sächsische Station Baustelle in freier Wand. Hier musste in senkrechter Wand gebaut werden, wobei ein besonderes Augenmerk auf die durchgehende Sicherungskette gelegt wurde. er Tag neigte sich am Lagerfeuer dem Ende, wo nochmal die neuen Erkenntnisse diskutiert wurden und sich insgeheim alle auf den bevorstehenden Klettertag freuten. Seit langem konnten die Teilnehmer mal wieder die Schwierigkeit ihrer Wahlwege am Tag vor dem Klettern gegenüber der der Anmeldung korrigieren. Viele wissen im Februar noch nicht zu 100% wie fit sie zum Treffen sind und wir vom Org.-büro wollten ganz klar, dass durch die offene Einschreibung insgesamt schwerer geklettert wird, wenn man sieht was die Konkurrenz klettern will. Doch auch dieses Jahr zeigt sich ein Negativtrend was die gekletterten Schwierigkeiten anbelangt. Wir hoffen natürlich, dass sich dieser in den nächsten Jahren wieder umkehrt.

Freitag, Klettertag! Der Gesamtleiter rief 5:30 Uhr zum Frühstück und machte sich keine Freunde. Doch die Busse fuhren bereits 7:30 Uhr nach Schmilka und die Wege mussten von den Kampfrichtern bis 9:00 Uhr zum Start der Stationen eingehangen werden. Die Lehnsteigtürme waren zum Ziel erkoren wurden, zuletzt war das Klettertreffen 1999 hier zu Gange. Bis auf wenige Ausnahmen lagen alle Wege in der Sonne, was vor allem bei den Kampfrichtern, die den ganzen Tag die Teilnehmer bewerten, gut ankommt. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an die über 60 Kampfrichter, die vier Tage ihrer Freizeit opfern und nur so die Veranstaltung ermöglichen. Ebenso an die Mannschaftsleiter, die vor allem bei den Jüngeren dafür sorgen, dass jeder rechtzeitig zur Station kommt und nicht zuletzt das ganze Jahr über an der Vorbereitung der Teilnehmer beteiligt sind. Jeder Teilnehmer musste zwei Wahlwege und zwei Pflichtwege klettern, letztere meist typisch sächsisch: Riss oder Kamin. Einfluss in die Bewertung finden die Schwierigkeit und der Kletterstil. Es galt möglichst flüssig und sauber zu klettern, weshalb viele Teilnehmer auf Nummer sicher gingen und deutlich unter Ihrer Leistungsgrenze kletterten. Auf dem Rückweg zum Bus lag idealerweise eine Eisdiele, welche dann doch ob der recht warmen Temperaturen ganz guten Umsatz durch uns machen konnte. Am Abend versammelten sich wieder alle auf der Burg. Den Abend umrahmten nach Mannschaftsleiter- und Kampfrichterbesprechung, Peter Brunnert mit einem Vortag aus seinem aktuellen Buch ‚Klettern ist säxy‘, Felix Bähr mit dem Film ‚Affen(geile)Steine‘ und ein Film vom Treffen Junger Bergsteiger 1972 welchen BIWAK aus den Archiven des MDR ausgegraben hatte. Danach fielen auch die Meisten in die Betten, das zeitige Aufstehen, die vielen schönen Kletterwege und die pralle Sohne hatte ganz schon gezehrt. Die „Großen“ sangen noch bis tief in die Nacht hinein im Burgkeller am offenen Kamin zünftige Burschen- und Berglieder.

Am Samstag, Frühstück erst ab 7:00 Uhr, stand für die Altersklassen 1 bis 4 die Erste Hilfe, ein Quiz rund um das Klettern, dessen Geschichte sowie Flora und Fauna mit anschließendem Orientierungslauf auf dem Programm. Neben einem Radunfall in der Altersklasse 3, waren mehrere Kopfplatzwunden in der Altersklasse 1 zu verarzten und eine Diabeteserkrankung in der Altersklasse 4 zu erkennen. In der Altersklasse 2 mussten die Teilnehmer einen Schock erkennen. Bei dem Orientierungslauf steigen die Anforderungen mit den Altersklassen, die Altersklasse 4 musste dieses Jahr, für viele ungewohnt, einen Höhenlinien OL absolvieren. Auf den Karten fehlten die Wanderwege und nur anhand der topografischen Karte musste der schnellste Weg zu den Bewertungspunkten gefunden werden. Auch die Zeit musste im Auge behalten werden, 2h waren angesetzt und jede Minute darüber hinaus kostete massiven Punktabzug. Selbstredend durften nur Wanderwege genutzt werden. Die Altersklasse 5 hingegen vergnügte sich am Honigstein und der Lok beim freien Klettern. In die Wertung ging der jeweils schwerste Weg, den jeder in der Mannschaft vorstiegen ist, ein. Zurück auf der Burg Hohnstein wurde die verbleibende Zeit zum Abendessen und abendlichen Programm mit Slacklinen, viel gerede und sonnen gefüllt, während im Org.-büro die Rechner qualmten, Bewertungen eingetippt, Urkunden geschrieben und Preise sortiert wurden. Der kleine Schauer zum Abendessen hat das tolle Wochenende nicht getrübt und spätestens zur Siegerehrung strahlten alle Augen wieder. 20:00 Uhr war es dann soweit. Der Abend begann mit einem kleinen Filmbeitrag „Impressionen zum 45. Klettertreffen“. Im Anschluss daran, fand der legendäre, in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Beiträgen gefüllte Kulturwettstreit um den goldenen Tommy statt. Dieser ging diesmal nach Hamburg – mit einer tollen Interpretation des Kletter-Tatorts. Voller Vorfreude und Spannung wurde dann auch die Siegerehrung erwartet. Alberthain, eine Dresdner Ska-Band spielte im Anschluss zum Tanz auf, mit Musik aus der Dose ging‘s weiter. Und auch im Burgkeller wurde natürlich wieder bei Gesang und Gitarre am Feuer gesessen.

Im Namen des Org.-büros und der Jugend des Deutschen Alpenvereins Sachsen bedanken wir uns bei den dutzenden Kampfrichtern und Betreuern, ohne deren ehrenamtlichen Einsatz das Treffen nicht durchzuführen wäre, bei allen Bergsportausrüstern für die großartigen Sachpreise und allen anderen Unterstützern – ohne Euch alle wäre diese Veranstaltung nicht möglich!

Ein großes Dankeschön an:

  • die Ostsächsische Sparkasse

  • das Autohaus Pirna GmbH

  • das Autohaus Dresden GmbH

  • die PC Scholz GmbH

  • Tenaya

  • Beal

  • den Kletterwald Königstein

  • das Team vom Bergsichten Festival

  • der Kletterhalle YOYO

  • die DAV Sektion Dresden

  • den Sächsischen Bergsteigerbund

und die Bergsportläden:

  • Bouldercity

  • Bergzwerg & Kinderkutschen

  • Der Rumtreiber

  • Sportscheck

  • Gipfelgrat

  • Globetrotter Ausrüstung

und die vielen privaten Unterstützer!


Wir verstehen das Klettertreffen als Treffen der Kletterer, bei dem jeder Spaß haben soll und viel über das Klettern und das Verhalten in der Natur lernen kann. Wir möchten vor allem der Jugend Erfahrungen und Wissen über das Bergsteigen vermitteln und speziell das Klettern in der Sächsischen Schweiz pflegen. Daher findet der Wettkampf in der wunderbaren Natur der Sächsischen Schweiz statt. Diese Natur zu erleben und zu erhalten ist uns besonders wichtig.

Zu den Wettkampfdisziplinen gehören: Klettern in Schwierigkeiten der eigenen Wahl und an einem Pflichtweg, Überprüfungen zur Sicherungstechnik und Unfallhilfe sowie eine Orientierungswanderung.

Die Burg Hohnstein (Sächsische Schweiz) bildet wieder das "Basislager" für alle Aktionen. Im Naturfreundehaus auf der Burg werden Teilnehmer, Betreuer, Kampfrichter und Gäste untergebracht und verpflegt.

Teilnehmen kann jeder, der schon einige Zeit klettern geht, Mitglied im Deutschen Alpenverein ist und entsprechendes Grundwissen besitzt.